Schröpfkopf (cucurbitula)
Der „kleine Kürbis“ ist der symbolische Inbegriff des Arztes in der Antike. Seine Aussagekraft ist durch die häufige bildliche Darstellung auf antiken Reliefs unterstrichen.
Die gefundenen römischen Schröpfköpfe sind allesamt aus Bronze hergestellt und haben eine schlanke Pilzform. Das runde Oberteil ist scharf vom Hals abgetrennt und kann einen Ring zum Aufhängen besitzen.
Celsus hingegen erwähnt zwei verschiedene Materialien. Bronze, wie bereits erwähnt, und Horn. Der Unterschied legt in der Benutzung. Wird im bronzenen Schröpfkopf Scharpie (Flachs) verbrannt um so ein Vakuum zu erzeugen, so wird bei dem hörnernen Cucurbitula die Luft durch ein Loch am anderen Ende ausgesaugt. Anschließend wird das Loch mit Bienenwachs verschlossen. Weiterhin gibt er an, das die Schröpfköpfe aus jedem geeigneten Material bestehen können.
Anw.: Es wurde, ähnlich wie heute, trocken und blutig geschröpft, wobei beim ersteren die Luft und beim zweiten die schlechten Säfte entzogen werden sollten. Das Schröpfen war der kleine Bruder des Aderlaß und wurde vorzugsweise bei schwachen Patienten oder bei lokalen Behandlungen eingesetzt.
Die heutigen Indikationen sind jedoch verschieden.